Vom YOGA zum TANTRA oder warum nicht gleich beides?

Liebe Freunde,

wenn ihr unsere Beiträge schon eine Weile verfolgt, dann ist euch sicher aufgefallen, dass wir unsere Füße in letzter Zeit in Richtung des tantrischen Weges bewegt haben. 

„Warum ist das so?“, mögt ihr euch fragen. Und „Kehren Silviana und Jedida dem Yoga jetzt den Rücken“?

Dem ist ganz und gar nicht so. Im Gegenteil, Yoga ist ein wichtiger Bestandteil unseres Alltages und unserer Art, das Leben zu sehen und zu erleben. Wobei ich dabei mit Yoga durchaus nicht nur den sportlichen Teil, das Hatha-Yoga, meine. Nein, Raja-Yoga, mentales Training und Meditation, Karma-Yoga – unentgeltlicher Dienst am anderen und Bakhti-Yoga, wozu u. a. das Mantrensingen zählt, sowie alle anderen Facetten des Yogaweges gehören da absolut mit dazu. Für Mantrensingen z. B. haben wir ohnehin ein besonderes Faible. Silviana hat es im Gegensatz zu mir sehr mit dem sportlichen Teil des Yoga, aber das ergibt sich sicher auch daraus, dass sie einfach mal Yogalehrerin ist und so einen Beruf wählt man sich ja nicht ohne Grund.

Ich selbst muss mich für den sportlichen Teil immer recht stark motivieren. Ich gehe nämlich lieber schwimmen oder spiele Federball. Ansonsten kann ich mich im Moment, wenn überhaupt, noch für Callanetics begeistern oder ewig lange Spaziergänge.

Jedenfalls merke ich aber selbst, wie wichtig Yoga für mich ist, seit ich mit dem Tantra angefangen habe. Stundenlanges Massieren ohne Schmerzen und Verspannung auf Seiten des Masseurs funktionieren nur, wenn man gelernt hat, lange und aufrecht zu sitzen sowie gut und tief zu atmen. Zudem sollte man über eine große Beweglichkeit und Flexibilität verfügen. Alles Dinge, die durch Yoga bestens gefördert werden. Ein verspannter Masseur, dessen Muskeln sich bei längerer Massagetätigkeit verkrampfen, kann einfach keine hochwertige und entspannende Körperbehandlung geben, sondern überträgt vielmehr seine Befindlichkeiten auf den Klienten.

Alles Gründe also, dem Yoga treu zu bleiben.

Warum aber haben wir uns entschieden, zusätzlich zu allen Befähigungen und Ausbildungen, die wir bereits haben, auch noch den tantrischen Weg einzuschlagen?

Der Grund ist folgender: Im Yoga aber auch im Ayurveda wird das Sexualchakra weitesgehend ausgespart. Im Yoga geht man z. B. bei der Wechselatmung durch alle Chakren – außer dem Sexualchakra, um die Sexualität nicht anzuregen, sondern vielmehr die Erleuchtung anzustreben. Teilweise verzichten Yogis aus diesem Grunde sogar auf Knoblauch und Zwiebeln.

Als langfristiges Ziel ist gegen Enthaltsamkeit natürlich absolut nichts einzuwenden, im Gegenteil, vor allem, wenn du dich bereits jetzt dazu berufen fühlst, auf diese Weise zu leben. Aber wir leben in einem menschlichen Körper mit menschlichen Bedürfnissen und solange du das Gefühl hast, bei einer enthaltsamen Lebensweise einen wichtigen Bestandteil deines Selbst zu unterdrücken, dann solltest du das auch tunlichst lassen. Ich rede dabei nicht davon, einen ausschweifenden Lebenswandel mit ständig wechselnden Partnern zu führen, sondern von einer gelebten, gesunden Sexualität, wenn möglich mit nur einem Partner, mit welchem man in tiefer und aufrichtiger Liebe verbunden ist.

Silviana hatte im Vorfeld eine Zeitlang überlegt, sich zusätzlich noch im Bereich Ayurveda ausbilden zu lassen. Die ayurvedischen Massagen, die sie sich diesbezüglich geben lassen hat, waren auch sehr hilfreich und angenehm. Trotzdem hatte Silviana nicht das Gefühl, das ihr Körper bei dieser Methode in seiner Ganzheit angenommen würde. Denn bei der ayurvedischen Massage werden Brust und Intimbereich komplett ausgespart.

Wer in diesem Bereich keine Themen hat und den eigenen Körper in seiner Gesamtheit komplett annehmen, lieben und erfahren kann, dem mag dies gar nicht auffallen, doch wir wollten mehr.

Wir wollten unseren Körper endlich ohne die Beschränkungen von in der Kindheit auferlegten religiösen Einschränkungen erfahren. Wir wollten eine ganzheitliche Betrachtung und Heilung unseres Körpersystems. Wir wollten Berührung auch und  gerade in den Bereichen, in welchen Heilung oft so dringend nötig ist.

All das haben wir beim Tantra gefunden und noch so viel mehr.

Welche Erfahrungen haben wir mit Tantra gemacht und was genau ist eigentlich Tantra – all das erfahrt ihr demnächst – hier bei uns.

Alles Liebe und eine schöne Zeit

Silviana und Jedida

Foto: Jedida – Silviana beim Yoga

 

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