Tagträumen – oder wie Finicella mir geholfen hat, meine Hellsicht wieder zu entdecken

Seit geraumer Zeit beschäftige ich mich verstärkt mit Engelbüchern, Engelorakelkarten, Meditationen und verschlinge alles, was mir dazu in die Hände kommt. Nach vielen Übungen, Reinigungen und Chakrameditationen war ich ein wenig enttäuscht, dass meine Hellsicht so gar nicht in Gang kommen wollte oder zumindest nicht so, wie ich es erwartet hatte. Einige meiner Freunde „sehen“ Dinge vor ihrem inneren Auge so wie einen Film ablaufen und das sogar mehrdimensional, andere sehen die Farben der Aura eines Menschen.

 Wie immer, wenn sich eine Blockade bemerkbar macht, spreche ich mit meiner innig geliebten Zwillingsflamme über meine Gedanken und Gefühle zu diesem Thema. Dabei kamen wir im Gespräch auf unsere gemeinsame Kindheit zu sprechen und wir erinnerten uns an die Geschichten, die wir uns immer erzählten. Nachdem mal wieder eines der unzähligen Bücherverbote über uns ergangen war, begann ich meiner Schwester Geschichten zu erzählen, die über Tage, Wochen oder sogar Monate andauerten. Ich dachte gar nicht darüber nach, die Geschichte erzählte sich über mich als Sprachrohr quasi ganz von selbst. Natürlich stiegen dann vor meinem inneren Auge auch immer lebhafte Bilder auf. Klack! Das war’s! Auf einmal wusste ich, wie ich meine Hellsicht wieder zurück erobern könnte! Ich bringe mich gedanklich in ein von mir gewünschtes Szenario, stelle mir Leute oder Situationen vor und warte dann einfach ab, wie sich die Dinge vor meinem inneren Auge entwickeln. Alle Personen haben zwar ihr Eigenleben, aber ich kann durch meine Reaktionen natürlich auch zur Entwicklung der Gesamtsituation beitragen. Nachdem mir klar wurde, dass die Fähigkeit, mir selbst Geschichten zu erzählen, immer einen Ansturm von inneren Bildern generiert hatte, konnte ich auf einmal wieder „sehen“!

Ich dankte Gott und der geistigen Welt für das Wiederentdecken dieser wundervollen Begabung. Wenn ich der geistigen Welt Fragen stelle, dann sehe ich durchaus nicht immer Bilder, oft kommen die Antworten als Gedanken oder ich weiß es dann halt einfach. Nicht jeder nimmt die feinstofflichen Informationen auf die gleiche Art und Weise wahr. D.h. eine Blockade beim Hellsehen, Hellhören etc. muss gar nicht immer eine solche sein. Oftmals funktioniert es halt bei jedem ganz anders. Sich mit anderen zu vergleichen bringt also meistens nur Enttäuschungen mit sich. Versuche lieber herauszufinden, auf welche Art du selbst diese ätherischen Informationen wahrnehmen kannst.

Seitdem die Freude über das Sehen mit meinem inneren Auge in mir wieder erwacht ist, sehe ich auch immer öfter Dinge, die passieren werden bzw. die sich gerade anbahnen. In vielen Fällen kann ich noch reagieren und gewissen Entwicklungen gegensteuern. Anderes lasse ich sehenden Auges passieren, da ich innerlich weiß, hier ist eine Lernaufgabe zu bewältigen. Allerdings reagiere ich dann nicht mehr so geschockt oder irritiert, sondern bin innerlich schon vorbereitet. Und wer kennt das nicht, man hat Vorahnungen, spürt wer gleich anrufen wird und ähnliches, manche Dinge weiß man einfach ohne wirklich zu wissen, woher.

Wir alle sind ursprünglich mit den Gaben des Hellwissens, Hellhörens, Hellfühlens und Hellsehens ausgestattet. (Jakobus 1:17: „Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk stammt von oben, denn es kommt vom Vater der himmlischen Lichter herab“.) Einige nutzen diese Gaben mehr als andere, welche sich im Grunde ihrer Gabe nur weniger bewusst sind oder dies als Einbildung abtun. Meistens sind diese „Einbildungen“ jedoch sehr zutreffend, wenn auch unser Ego dagegen redet. In manchen Fällen generiert allerdings unser Ego aus negativen Erinnerungen heraus Horrorszenarios. Dies sollte nicht Hellsehen oder Hellwissen verwechselt werden. Verweilen wir jedoch bei diesen negativen Dingen, die wir durch unser inneres Auge wahrnehmen, so ziehen wir diese Situationen unter Umständen auch in unser Leben. Wir visualisieren und manifestieren so nämlich negativ. Vorsicht also, wenn ihr negative Dinge vorausseht. Am besten ihr übergebt diese Ängste sofort der geistigen Welt und bittet um Schutz und um Auflösung der Negativ-Visualisierung. Ihr könnt das betreffende innere Bild auch zur Seite schieben und durch ein anderes, positives ersetzen. In manchen Fällen kann es sich natürlich auch um eine Warnung handeln. Das fühlt man jedoch und kann dann entsprechende Maßnahmen einleiten. Rather save than sorry. Wenn du ruhig in dich hineinspürst, wirst du wissen, worum es sich bei den negativen Bildern handelt.

Menschen, die sehr feinfühlig sind, nehmen über diese Kanäle sehr oft auch Bilder oder Emotionen von anderen wahr. Zu Zeiten als das Wissen darüber in Vergessenheit geraten war, fragten sich viele, warum sie so viel Weltschmerz in sich tragen. Nun, genau das war es oft auch, der Schmerz der Welt, der Erde, der Kollektivschmerz. Frage dich also hin und wieder, ob du gerade deine eigenen Bilder oder Emotionen empfängst. Je mehr dein Glaubenssystem zulässt, dass deine Fähigkeiten real sind, desto leichter wird die emotionale Aufräumarbeit und desto leichter kannst du diese Fähigkeiten nutzen. Z.B. könntest du, wenn du schon lange nichts mehr von deiner geliebten Tante Hilde gehört hast und sie mit Hilfe der Technik nicht erreichen kannst, dich kurz hineinfühlen, die Frage abgeben, wie es ihr geht, und die Antwort wird schnell zu dir kommen. In Form eines Bildes, eines Gefühls oder des Wissens. Viele kennen es ohnehin, dass man ein komisches Gefühl hat, wenn jemandem sehr nahe Stehenden etwas passiert. Dann passiert dies automatisch. Aber man kann seine Wahrnehmung auch durch Training schärfen. Üben, üben, üben. Und vor allem, jeden Moment wahrnehmen, in welchem dies schon automatisch klappt. Allein wenn du dir in dein Bewusstsein rufst, dass du dies alles bereits schon kannst, verstärkt sich das Vertrauen in deine gottgegebenen Fähigkeiten.

Wenn ich mich als Kind gelangweilt oder verloren gefühlt habe, ich aber in einer Umgebung mit Menschen war, also in einer Situation, der ich physisch nicht entrinnen konnte, habe ich mich immer in meine Traumwelt gebeamt. Da war alles so real. Die Bilder, die Töne, die gefühlten Stimmungen. Dies waren meine zweite Natur, meine zweite Heimat, mein Paralleluniversum. All das habe ich mir damals erschaffen, um meinem Leben zu entfliehen oder es wenigstens hin und wieder zu verschönern. Ich habe einiges so stark immer wieder visualisiert, dass es sich im Laufe der Zeit manifestiert hat. Aus Gedanken wurden Dinge, Situationen und Personen. Damals habe ich mich mit den ganzen Techniken, die heute so wohlklingende Namen tragen, garantiert nicht beschäftigt, da war ich einfach noch ganz nah dran an meiner eigenen Natur des Erschaffens, da hatte mein Geist noch Flügel und hat so viel schönes ersonnen. Wenn wir nun über die Kraft der Gedanken Bescheid wissen, dann ist es nur eine logische Konsequenz Gedankenhygiene zu betreiben. Immer mehr Menschen „hören“ und „sehen“ unsere Seelenbilder und Gedanken. Auf Seelenebene ist alles offenbar. Je häufiger wir also positive Dinge denken, desto leichter wird dies dann auch auf dieser Erde entstehen, desto reiner wird diese Welt hier werden, desto leichter werden wir Botschaften empfangen und versenden. Mental. Ohne Technik. Dies ist erst der Anfang des sich Erinnerns…

 Und all das habe ich als Kind schon „gewusst“. Wie schön, ich brauchte gar nicht mehr so viele Übungen zur Aktivierung der Hellsicht machen, ich konnte es ja schon. Auf meine Art. Tagträumen. Geschichten erzählen von einer besseren Welt, Geschichten von Finicella, einem Mädchen, das meinen Träumen entsprungen ist und mich als Erzählerin ihrer Geschichte als hell leuchtender Stern vor der Dunkelheit bewahrt hat und die meine Schwester so sehr ins Herz geschlossen hatte, dass sie mich eines Tages als Erwachsene daran erinnern konnte. Jeder trägt Wahrheit und Wissen in sich, in seinem Herzen und jeder geht seinen eigenen Weg, denn wir haben uns für dieses Leben unsere ureigenen Themen gelegt, die wir meistern wollen, um unseren eigenen Weg zu Gott nach Hause zu finden, um jeder seinen eigenen Weg ins Licht zu gehen. Was lag da näher, als all die Erfahrungen und Gedanken mit anderen zu teilen! Und so war die Idee geboren, Finicella wieder aufleben zu lassen und uns führen zu lassen, von der geistigen Welt, um auch anderen Seelen beim Erwachen beizustehen. Lass Dein Licht leuchten! Dazu wollen auch wir beitragen mit unserer Website. Wie die Bibel so treffend sagt: „Denn wenn jemand eine Lampe hat, wird er sie nicht anzünden und damit den ganzen Raum erhellen?“ (vergleiche Matthäus 5: 14-16)

 Alles Liebe,

eure Silviana

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *