Verbindlichkeiten in der freien Liebe

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„Er gehört zu mir, wie mein Name an der Tür…“ trällerte schon fröhlich Marianne Rosenberg vor vielen Jahren. Ja, das war sie, die Qualität der Beziehungen und Bindungen, die Menschen eingegangen sind. Vom offensichtlichen Besitzdenken: „Sie ist mein“ oder „Sie gehört mir“ haben wir es immerhin schon zu der verbal abgeschwächten Form: „Sie gehört zu mir.“ geschafft.

Die althergebrachten Ansichten, dass eine Frau dem Manne nach der Eheschliessung gehöre und er über all ihre Angelegenheiten bestimmen könne, sind zumindest in unserem Kulturkreis weitgehend aufgelöst. Geblieben ist die Sehnsucht, sich dazugehörig zu fühlen. Nun, auch heute gibt es noch Besitzansprüche in Beziehungen, die zu Eifersucht und Verboten führen wie in etwa: „Ich will nicht, dass du dich mit der und der Person triffst oder mit ihr redest.“ Von körperlichen Begegnungen jedweder Couleur mal ganz zu schweigen.

Wie also kann heute die Liebe in Freiheit gelebt werden? Ohne Einschränkungen und dennoch rücksichtsvoll. Ohne althergebrachte Verbindlichkeiten und dennoch verantwortungsbewusst?

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