Schamanische Hausaufgaben

Hallo liebe Freunde,

wer denkt, dass nur Kinder Hausaufgaben bekommen – der irrt gewaltig! Warum sage ich das? Als ich im Januar diesen Jahres – mal wieder – an einem persönlichen Tiefpunkt meines Lebens angelangt war, entschloss ich mich, nach langer Abstinenz einen Termin bei einer Schamanin zu buchen. Da unsere Haus- und Hofschamanin, meine Freundin Susann, gerade in Indien weilte, verwies sie mich an eine ihrer Kolleginnen, welche mir im Abstand von zwei Wochen zwei schamanische Heilsitzungen gab und eben jene erwähnten Hausaufgaben.

Wenn ich sage, persönlicher Tiefpunkt, dann meine ich, dass Themen meiner Vergangenheit, welche ich längst abgeschlossen und geheilt wähnte, mich mit einer Massivität einholten, dass mir regelrecht Hören und Sehen verging. Auch wenn ich das Ganze durchaus distanziert und objektiv zu beobachten versuchte, so stellten sich doch sofort körperliche Beschwerden und alte, längst vergessene Gefühle wieder ein. Lange Rede, kurzer Sinn. Warum habe ich nach diesen schamanischen Sitzungen Hausaufgaben erhalten und welcher Art waren diese?

Daniela, die Schamanin, sagte mir klipp und klar, so wie der Stand der Dinge bei dir ist, kann ich dich ja ewig behandeln und wir kommen keinen Schritt weiter.

Dann erzählte sie mir eine Geschichte, die in etwa wie folgt lautete:

Du sitzt in einem Restaurant und bestellst dir ein Essen deiner Wahl. Der Kellner kommt und bringt dir etwas, was du nicht bestellt hast. Weil du Hunger hast und keinen Ärger machen willst, nimmst du das Essen und würgst es dir hinter, obwohl es dir nicht schmeckt und du etwas ganz anderes bestellt hast. So läuft das im Moment in deinem Leben.

Was machst du also ab sofort? Wenn das Leben dir etwas bringt, was du nicht bestellt hast, dann lässt du es zurück gehen, auch wenn du vielleicht hungrig bist. Du übst dich in Geduld und Vertrauen, dass der Kellner des Lebens dir nun das bringen wird, was du wirklich bestellt hast.

Dazu und nun kommt Teil 1 der Hausaufgabe, affirmierst du 3x täglich:

„Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich“.

Nun Teil 2 der Hausaufgabe:

Schreibe jeden Abend der nächsten Monate 7 Dinge auf, die an diesem Tag toll für dich waren.

Wie ihr euch denken könnt, hat es einige Zeit gedauert, bis ich in einer akuten Krisensituation wirklich 7 Dinge finden konnte, die mir pro Tag gut gefallen haben. So habe ich mit kleinen Dingen gestartet, wie z. B. und hier zitiere ich aus meinem Tagebuch:

  1. Das Internet war heute den ganzen Tag über stabil.

  2. Habe meinem Kind heute einen tollen Haarschnitt gemacht und es hat die ganze Zeit still gehalten.

  3. Heute schien die Sonne.

  4. Abends hatten wir einen wundervollen Sternenhimmel.

  5. Ich konnte mich heute erfolgreich gegen eine bestimmte Person abgrenzen.

  6. Jemand hat meiner Mutter Blumen gebracht und da sie nicht da ist, kann ich mich an diesen Blumen erfreuen.

  7. Heute habe ich 45 Minuten mit einer meiner Schwestern telefoniert.

Am Anfang habe ich abends sehr lange da gesessen, um Dinge zu finden, die ich am Tag als positiv erlebt habe, aber nach und nach wurden es immer mehr. Oft hatte ich dann schon gegen Mittag meine 7 positiven Erlebnisse zusammen und konnte mich dementsprechend in Dankbarkeit üben. Letztlich hat diese Krise etwa 3 Monate gedauert und auch wenn ich nicht alles so lösen konnte, wie ich das gern gehabt hätte, so bin ich doch zumindest im Frieden damit.  Zudem lerne ich jeden Tag auf‘s Neue, dem Leben zu vertrauen und mich in Geduld zu fassen. Ich mache diese Hausaufgaben zwar nicht mehr jeden Tag, aber doch noch recht häufig, wann immer mir danach ist. Und auch wenn ich Hausaufgaben zu Schulzeiten nicht mochte und als eine rechte Last empfunden habe, so habe ich den Nutzen dieser schamanischen Hausaufgabe am eigenen Leib erfahren dürfen.

So sage ich: es ist gut, sich in Krisensituationen helfen zu lassen, aber die Verantwortung für Glück und Unglück trägt man/frau ganz allein. Ein Heiler gibt Impulse und unterstützt, aber nur ich selbst habe die Macht, mein Leben in die Hand zu nehmen, so wie ich das als stimmig empfinde.

Ich affirmiere also weiterhin: „Ich liebe das Leben und das Leben liebt mich“. Wenn ihr euch ebenfalls als Günstling des Lebens erfahren möchtet, dann empfehle ich euch die oben geschilderten Hausaufgaben mindestens 3 Monate lang täglich zu erledigen und dann dürft ihr gespannt sein, welche Wunder der Kellner des Lebens in euren Alltag bringen wird.

Viel Freude mit diesen Hausaufgaben und alles Liebe für euch,

eure Jedida

 

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