Good bye Helfersyndrom – Teil 3: Neuausrichtung

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Raus aus dem Teufelskreis

Kennst du diese Gedanken: Egal was du tust, es bringt ja eh nix? Du kannst nur verlieren, du bist nicht gut genug? Du kannst es den anderen nicht recht machen? Du gibst nie genug?

Halte einen Moment inne. Genau das ist es. Du kannst für andere nicht die eierlegende Wollmilchsau sein. Du wirst es nie dauerhaft schaffen. Aber du wirst sicherlich einen Haufen Energie dabei verlieren. Lebenskraft. Und Freude.

Glückwunsch, du hast verstanden, dass du dein Leben für etwas verschleuderst, was dir nicht das bietet, was es verspricht. Die Lüge ist enttarnt.

Du hast erkannt, dass dein innerer Motor, dich aufzuopfern, in Wahrheit die Suche nach Liebe und Sicherheit ist.

Du hast erkannt, dass sich dein eigener Mangel im Inneren stets durchs aussen spiegelt und sich damit vervielfacht.

Du hast erkannt, dass alte Glaubensmuster und Verhaltensweisen dein Handeln bestimmen und du nicht wirklich aus der Kraft der Liebe dein Handeln geschehen lässt.

Erkenntnis ist und Klarheit sind unerlässlich auf dem Weg der Veränderung.

Schritte zu mehr Klarheit und Ausrichtung

  1. Wenn du nun wieder in die Situation gerätst jemandem helfen zu wollen, frage dich: Habe ich das Gefühl, ich muss es tun oder es wird von mir erwartet? Fühle ich mich schuldig, wenn ich nichts unternehme? Was wird im schlimmsten Fall passieren, wenn ich jetzt gar nichts tue? Brauche ich in Wirklichkeit selbst Hilfe? Bin ich in der Versuchung, jemandem seine Lernaufgabe abzunehmen, nur damit ich mich selbst besser fühlen kann, weil ich etwas ja offensichtlich besser kann? Weil ich für andere genau weiss, was zu tun ist? Ich mich damit darüber hinwegtröste, dass ich mir selbst nicht helfen kann?
  2. Rufe dir immer wieder ins Gedächtnis zurück, was deine wirkliche Motivation ist!
  3. Erinnere dich, dass du für dich sorgen musst. Dass du die Verantwortung für dein eigenes Sein trägst. Was brauchst du jetzt selbst? 5 Minuten Pause anstatt einer anstrengenden Diskussion? Ein paar Tage Auszeit anstatt den anderen zu helfen? Ein Nickerchen nach der Arbeit anstatt das perfekte Essen zu kochen? – NIMM es dir!
  4. Erinnere dich, dass dein Umfeld deine Gefühle wahrnimmt und darauf reagiert. Bevor du dich also in überschwänglichen Aktionismus stürzt, nimm dir einen Moment Zeit, dich selbst zu fühlen.
  5. Gib den anderen Raum für ihre eigenen Erfolge. Zieh dich mit Rat und Tat zurück und kümmere dich um deine eigenen Angelegenheiten. Gönn dir fehlerhaft zu sein und dir Zeit für einen Shutdown zu nehmen. Täglich. Mehrmals am Tag. Gib anderen den Raum endlich auch ihre Größe zeigen und leben zu dürfen.
  6. Mache nicht die Probleme anderer zu deinen eigenen. Sag vielleicht: „ich bin ja gespannt, wie kreativ du bei der Lösung sein wirst“.
  7. Fühle dich für deine eigenen Bedürfnisse voll verantwortlich! Warte nicht auf Mr. Right oder die Lohnerhöhung, die vom Himmel fällt.
  8. Höre auf, auf andere zu warten. Sie sind noch nicht so weit, den Wert deiner Arbeit oder deiner Vorschläge zu erkennen? Verschleudere dich nicht, indem du zu überzeugen versuchst.
  9. Kümmere dich um dich! Komm in deine Kraft. Du brauchst Tage oder Wochen dafür? Kommuniziere dies indem du Verantwortung dafür übernimmst: „Ich brauche eine Auszeit für mich!“ Steh dazu, ziehe dich nicht feige zurück, denn das wird für Verwirrung, Unverständnis, Angst Verlassen zu werden oder zu Angst vor Ablehnung führen.
  10. Verzichte darauf anderen ihre Probleme abzunehmen, sondern sei eine Inspiration für sie durch dein Beispiel.
  11. Sei diszipliniert, dich selbst ernst und wahrzunehmen. Jeden Tag, jede Minute. Und wenn es anstrengend wird, schlafe, gehe spazieren, singe, tanze. Sei du selbst, sei heil und ganz, sei bei dir.

Hilfe, ich darf nicht helfen!?

Versteh es nicht falsch, dies ist kein Plädoyer für unterlassene Hilfeleistung, Eigenbrödler, ich-süchtiges Verhalten oder gar ein Aufruf anderen Menschen lebensnotwendige Hilfe zu verwehren. Es geht darum, in die Eigenverantwortung zu kommen – für jeden – in seine eigene. Es geht darum, tieferliegende Muster aufzudecken und sich zu befreien von emotionaler Versklavung und dem Gefühl, keine Wahl zu haben, sich ausgebrannt und leer zu fühlen.

Eine echte Hilfe für andere sein

Folge der Stimme der inneren Wahrheit. Es wird der Tag kommen, an dem du für andere eine wahrhaftige Inspiration und wirkliche Stütze und damit Hilfe sein wirst. Und du wirst es nicht merken, wie wichtig du für andere geworden bist. Weil nichts mehr davon abhängt für dich. Weil du schon glücklich bist und es sich ganz automatisch auf dein Umfeld ergießt. Weil du schon ganz in dir ruhst. Weil du selbst schon dein größtes Geschenk geworden bist.

Alles Liebe,

Eure Silviana Tabita

 

Hier geht es zu Teil 1

Hier findest du Teil 2

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