Go und No-Go in Sachen Brille

Auge

Im Prinzip habe ich nichts gegen Brillen. Brillen sind durchaus vorzeigbare modische Accesoires, in vielen Farben erhältlich, oft schick oder mit teuren Markennamen versehen und manch einem verleihen Brillen sogar einen intellektuellen Touch.

Unter diesem Aspekt war Brille tragen auch kein Thema für mich. Aber es gab einfach ein paar Sachen, die wirklich genervt haben:

  • Anlaufen der Brillengläser beim Kochen oder im Winter beim Gang ins Warme
  • Brillenabdrücke beim Sonnenbaden
  • auf Fotos reflektierten die Brillengläser stets das Blitzlicht, so sieht man auf den wenigsten Blitzlicht-Fotografien wirklich gut aus mit Brille
  • wenn man hin und wieder aus Gründen der Angst, sich nicht wieder aus dem Wasser zu finden, die Brille beim Baden im Meer aufließ, dann verkrustete die Brille mit Salz oder hatte einfach Wasserflecken
  • das dauernde, doch notwendige Geputze der Brille
  • beim Arbeiten am PC verstaubten die Gläser schnell
  • nach dem Absetzen der Brille hatte man oft einen leicht dämlichen Blick, da sich die Augen erst wieder an das schlechter Sehen gewöhnen mussten
  • als Kind bzw. Jugendliche der Satz: „Mein letzter Wille, eine mit Brille“

Ja, ihr seht, es gab so einiges, was mich an der Brille genervt hat. Aber am meisten getriggert hat mich Mirsakarim Norbekovs Aussage, die Brille sei nichts weiter als eine Krücke für unsere Augen, die wir aus purer Faulheit benutzen würden. Zum einen, weil wir uns unseren diesbezüglichen Themen nicht stellen, zum anderen, weil wir unsere Augen nicht tranieren. Er meinte sogar, wir würden diese Krücke regelrecht kultivieren, anstatt einfach die Themen anzugehen, auf welche unsere Augen uns aufmerksam machen wollen.

Das gab mir zu denken und hat mich zu eben jenem Experiment geführt, welches ich 2007 angefangen und nun endlich 1 Jahr lang durchgehalten habe. Mehr zu meinem Jahr ohne Brille und wie es nun weiter geht, lest ihr in meinem nächsten Beitrag.

Alles Liebe für euch,

eure Jedida

Was ich noch nicht gewagt habe

  • nur mit meinem kleinen Sohn ohne Brille/Kontaktlinsen eine Flugreise antreten
  • alle meine noch vorhandenen Brillengestelle wegzuwerfen (die Gläser sind durch meine Sehverbesserung natürlich wertlos, aber vielleicht könnte ich die Gestelle ja doch noch mal brauchen???)
  • schöne Fotos von mir ohne Brille machen lassen – und das während eines ganzen Jahres – ob dahinter wohl die Angst steckt, ich könnte es doch nicht schaffen, die Brille gänzlich loszuwerden?
  • mir alle Themen anzuschauen, die zu meiner plötzlich auftretenden Sehschwäche im Alter von ca. 12 Jahren geführt haben – aber da stresse ich mich auch nicht rein, im Moment gibt es halt andere Dinge, die vorrangig sind und ich habe mir durchaus schon einiges an Themen angeschaut, die es in sich hatten, also Geduld und Spucke (wie man so schön sagt) …

Also, ihr seht, es gibt noch einiges an Spielraum für meinen Augen-Selbstversuch.

Warten wir‘s ab!

Eure Jedida, die dran bleibt… 🙂

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