Die zerstörerische Wirkung eines dreifachen Fluches neutralisieren

Liebe Freunde,

ich schreibe heute über ein Thema, welches mir sehr am Herzen liegt. Wenn du diese Zeilen hier liest, gehe ich davon aus, dass auch du von diesem Thema betroffen bist. Es geht um ein Land, welches dringend unserer Hilfe bedarf. Deutschland. Einige von euch werden jetzt sicher schreien, da gäbe es noch andere Länder, die Hilfe weit dringender nötig hätten, sei es Afrika, Ägypten oder Afghanistan. Nun, das mag sein, doch sollte man mit der Heilung dort beginnen, wo man sich gerade befindet. Und ich bin nun einmal hier. In Deutschland. Deutschland ist meine Heimat. Hier lebe ich. Hier bin ich geboren.

Mein Anliegen ist es, euch dafür zu sensibilisieren, dass auf Deutschland ein mehrfacher Fluch liegt. Inwieweit dieser Fluch verdient ist oder nicht, darum soll es hier nicht gehen. Es gilt ohnehin immer das Gesetz von Ursache und Wirkung. Das, was du säst, das wirst du auch ernten. 

Vielen ist die Macht des geschriebenen oder gesprochenen und sogar des gedachten Wortes bereits bekannt. Doch ein dreifacher Fluch hat noch eine ganz andere Qualität. Ein Fluch an sich wiegt schon schwer, die zerstörerische Wirkung potenziert sich jedoch durch eine dreifache Bekräftigung um ein Vielfaches.

Ich möchte mich heute ausschließlich mit dem Gedicht „Die schlesischen Weber“ (1845) von Heinrich Heine befassen. Hier ist es zunächst einmal:

Im düstern Auge keine Träne,

Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:

Deutschland, wir weben dein Leichentuch,

Wir weben hinein den dreifachen Fluch –

Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten

In Winterskälte und Hungersnöten;

Wir haben vergebens gehofft und geharrt,

Er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt –

Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,

Den unser Elend nicht konnte erweichen,

Der den letzten Groschen von uns erpreßt

Und uns wie Hunde erschießen läßt –

Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem falschen Vaterlande,

Wo nur gedeihen Schmach und Schande,

Wo jede Blume früh geknickt,

Wo Fäulnis und Moder den Wurm erquickt –

Wir weben, wir weben!

Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,

Wir weben emsig Tag und Nacht –

Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch –

wir weben hinein den dreifachen Fluch –

Wir weben, wir weben!

Früher kannte man die Wirkung eines Fluches noch sehr genau. Heute wird dies weniger ernst genommen. So nimmt es nicht wunder, dass obiges Gedicht unzählige Male vertont wurde sowie heute noch an Schulen rezitiert wird.

Heine selbst hatte in seinen letzten Jahren zu Gott zurück gefunden. In seinem Testament schreibt er: „…ich sterbe im Glauben an einen einzigen Gott, den ewigen Schöpfer der Welt, dessen Erbarmen ich anflehe für meine unsterbliche Seele. Ich bedaure, in meinen Schriften zuweilen von heiligen Dingen ohne die ihnen schuldige Ehrfurcht gesprochen zu haben, aber ich wurde mehr durch den Geist meines Zeitalters als durch meine eigenen Neigungen fortgerissen“. Bezeichnenderweise distanzierte er sich auch strikt von jeglicher religiöser Zugehörigkeit.

Was blieb war der dreifache Fluch, den er literarisch, doch viel rezitiert, über Deutschland gelegt hatte.

Ich behaupte, dass es auch in Heines Sinne wäre, diesen Fluch nun wieder aufzuheben. Niemand kann die Vergangenheit eines Landes, die Taten seiner Bewohner, ungeschehen machen. Aber genug ist genug. Machen wir uns frei von Kollektivschuld oder besser gesagt von Kollektiv(aus)wirkung längst vergangener Geschehnisse. Niemandem ist geholfen, im Elend der Vergangenheit weiter zu versumpfen. Es ist an der Zeit, ein neues, schönes Zeitalter für alle Menschen einzuläuten. Fangen wir an. Schreiben wir Heines Gedicht um, in eine positive Ode an unsere Heimat Deutschland.

Es geht dabei nicht darum, Nationalstolz zu entwickeln. Was ich beabsichtige ist lediglich, dass das Alte, Belastende zurück gelassen wird, geheilt wird, heil wird und auch bleibt.

Ode an unsere Heimat Deutschland

Deutschland, wir singen den Freudenreigen,

wir geigen, wir geigen.

Heimat bist du,

in Sonne und Regen.

Segen.

Wir segnen dich, du schönes Land,

auch in der Ferne wohl bekannt

bist du uns Zuflucht und Hafen,

gibst uns Platz zum Schlafen.

Deutschland, wir singen den Freudenreigen,

wir geigen, wir geigen.

Ich würde mich freuen, wenn einer von euch, welcher über die Gabe der Dichtkunst verfügt, seine eigene, vielleicht noch schöner gedichtete Ode, kreieren würde. Wichtig ist es, einem Fluche einen Segen entgegenzusetzen. Dazu braucht es an und für sich keine Ode. Es reicht, seine Heimat Deutschland zu lieben, zu respektieren und sich nur in positiven Worten über dieses Land zu äußern. Segnet eure Heimat in euren Worten. Tragt Liebe für euer Land in eurem Herzen und auf eurer Zunge und unser Deutschland wird sich verändern. Nicht über Nacht, aber Stück für Stück. Davon profitieren nicht nur wir Deutschen, sondern irgendwann einmal unser ganzer Planet. So kann eine winzig kleine Änderung der Ausgangsbedingungen zu unvorstellbaren und unberechenbaren Veränderungen eines ganzen Systems führen. Wer weiß, vielleicht ist dies einer der Wege, die dazu führen könnten, unsere Erde doch noch in ein Paradies für alle Menschen, Tiere und Pflanzen zu verwandeln.

Eure Jedida

PS. ein tolles Video haben wir bei SpaceCowboyGermany zu diesem Thema gefunden:

http://www.youtube.com/watch?v=WjDEZlAWu68

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