Detox mit frischen Brennnesseln

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Wie entschlacke und entgifte ich meinen Körper im Frühjahr?

Wie unterstütze ich mich selbst bei meiner bislang nur recht langsam anlaufenden Ernährungsumstellung?

Die Natur bietet uns da quasi Wundermittel über Wundermittel und eines davon will ich euch heute etwas näher bringen.

Das Beste zuerst: Brennnesseln wachsen aufgrund des milden Winters bereits, wie ihr das auf dem beigefügten Foto unschwer erkennen könnt. Erst vorgestern habe ich selbst in einem kleinen Wäldchen direkt an der Donau die ersten Exemplare gesammelt. Ihr könnt also ebenso wie ich sofort mit der Kur anfangen.

Wer jetzt denkt, Brennnesseln eignen sich nur zur Teebereitung, der irrt gewaltig. Auch als Frühjahrsgemüse ist die Brennnessel bestens geeignet, z. B. für

-Brennnesselspinat

-Brennnesselquark (es gibt dabei auch vegane Alternativen)

-Brennnesselsuppe

-Brennnesselsmoothie.

Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt und im Internet finden sich auch wirklich leckere Rezepte. Wichtig ist nur, dass ihr die Brennnessel wirklich, wirklich gut zerkleinert bzw. mixt, da ihr euch ansonsten gehörig den Mund verbrennt. Dies muss aber nicht sein. Es wäre auch möglich, die Brennnesseln kurz mit heißem Wasser zu überbrühen, aber davon sehe ich außer bei der Teezubereitung ab, da dabei wertvolle Vitamine verloren gehen können.

Was aber bieten uns vor allem die jungen Brennnesseltriebe, die sich im Frühling finden lassen:

-sie sind reich an Flavonoiden, d. h. sie können freie Radikale binden und wirken u. a. antimikrobiell

-sie enthalten jede Menge Eiweiß und

-Mineralstoffe wie z. B. Magnesium, Calcium, Silicium sowie

-viel Vitamin A und Vitamin C und

-im Gegensatz zum diesbezüglich hochgelobten Spinat weisen sie einen hohen Eisengehalt auf.

Was für heilende Eigenschaften hat die Brennnessel:

-sie wirkt entgiftend und entschlackend

-wirkt Eisenmangel entgegen und ist daher auch bei starken Menstruationen zu empfehlen

-optimiert die Verdauung

-ist hilfreich bei Allergien

-wirkt entwässernd

-stärkt das Immunsystem

-hilft bei Haarausfall

-verhilft als Spülung oder Tonikum zu schönem, glänzenden Haar

u. v. m.

Ich persönlich bin ein großer Fan der Brennnessel und ich habe bislang schon wirklich alle Teile der Brennnessel verwendet.

Ich habe Brennnesseljauche zusammen mit Ackerschachtelhalm und Ursteinmehl in meinem Kleingarten als Düngemittel benutzt.

Aus Brennnesselwurzeln und 38-%-igem Alkohol habe ich mir selbst Brennnesseltinktur hergestellt, um nach der Geburt meines ersten Kindes dem Haarausfall entgegenzuwirken, der sich damals eingestellt hatte.

Aus Brennnesseltee habe ich mir Haarspülungen frisch zubereitet und nach dem Haare waschen meinen Kopf darin gebadet. Davon werden die Haare richtig schön, dicht und glänzend.

Schon in meiner Kindheit stand die Brennnessel bei uns Zuhause auf dem Speiseplan, in Form von Brennnesselsuppe und Brennnesselquark. Brennnesseltee gab es bei uns auch häufig, vor allem für uns 4 Schwestern.

Was ich bislang noch nicht extra verwendet habe außer in Tee und Jauche sind die Brennnesselsamen. Aber da diese auch sehr heilkräftig sind, werde ich es diesen Frühjahr auch damit versuchen. Ich könnte mir vorstellen, dass die geröstet über den Salat gestreut sehr gut schmecken.

So, ich hoffe, ich konnte euch ein wenig Lust machen auf dieses wunderbare Kraut aus der „Apotheke Gottes“, wie Maria Treben dies so schön ausgedrückt hat. Ich selbst werde jetzt eine 4 – 6-wöchige Brennnesselkur antreten, um mich so richtig zu entgiften und entschlacken. Dazu werde ich frische Brennnessel mit Brennnesseltee kombinieren. Damit werde ich erstens fit für den Frühling und zweitens hoffe ich, dass ich es so auch leichter haben werde, meine Ernährung wirklich dauerhaft umzustellen.

 

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1 Kommentar

  1. Auf Anfrage: Hier ein Rezeptvorschlag…Brennnesselsuppe

    Wir haben dafür zuerst eine klare Brühe aus Gemüse gekocht, ganz klassisch mit Wurzelgemüse, Lauch, Lorbeer, Wacholderbeeren… Die Brennnesseln werden gewaschen (am besten mit Gummihandschuhen arbeiten, es sei denn, du stehst darauf auch gleich noch vorbeugend etwas gegen Rheuma zu tun). Dann werden sie mit einem Wiegemesser ganz klein gehackt. Alternativ können die Brennnesseln im Vita-Mixer mit etwas kaltem Wasser klein püriert werden. Wenn die Suppe fertig ist, kommen die gehackten Brennnesseln mit in den Topf. Wir haben es nicht aufkochen lassen, weil die Vitamine so besser erhalten bleiben.

    Variationen: Wer mag, kann noch Ei-Stich hinzufügen oder einfach das Ei (vor den Brennnesseln) im Ganzen in die Suppe geben und mit dem Schneebesen schlagen. Das ganze ist dann eine Brühe mit Einlage.

    Weitere Abwandlung: Auf Basis einer klassischen Mehlschwitze oder Einbrenne kann die Suppe als gebundene zubereitet werden, bei Bedarf mit Sahne verfeinern. Mit einem Hauch von Muskat bekommt das ganze noch eine fein nussige Note. Und am besten immer mal abschmecken, bevor man serviert. 😉

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